Linz Marathon 2017

Linz Marathon 2017

Wenn im April die Leichtathletikwelt nach Oberösterreich blickt, wo sich beim Linz Marathon Elite-, Amateur- und Hobbyläufer die Ehre auf unterschiedlichen Distanzen geben, darf Sportcube mit einer bunt gespickten Armada natürlich nicht fehlen. Sechs stramme, bis in die Haarspitzen motivierte Athleten waren es letztendlich, deren Ziele unterschiedlicher nicht hätten sein können. Vom Finishen, über eine Verbesserung der persönlichen Bestleistung, bis hin zum Erreichen einer Topplatzierung hatte sich das Team rund um Leader Benjamin Klingler einiges vorgenommen.

Dieser war an jenem warmen Sonntagvormittag lediglich als Edelhelfer für seinen Freund Daniel Schlager im Einsatz. Das ambitionierte Ziel – eine niedere 1:25er Halbmarathonzeit – konnte mit einer progressiven, genau geplanten, wenn auch riskanten Renntaktik perfekt umgesetzt werden. Spotter an der Strecke, die vom ruhigen und gleichmäßigen Lauf des Tempomachers überaus angetan waren, setzten sich nach Zieleinlauf umgehend mit dessen Management in Verbindung, um ein Engagement für den im Herbst stattfindenden Berlin Marathon in die Wege zu leiten. Der sichtlich ausgelaugte Schlager äußerte sich im Ziel überglücklich: „Heute hat einfach alles gepasst und ich kann zufrieden sein. Aber 300 Meter weiter und ich hätte das verdammte Ziel nicht mehr gesehen.“ Klingler lief in gewagt knappem Höschen den Marathon im Anschluss an seine Dienste nicht ganz ohne Magenprobleme in 2:58 nach Hause. „Wenn gefühlt 500 Personen an der Strecke deinen Namen rufen, das Wetter strahlt, dein Freund sein Ziel erreicht und in der Endverpflegung Freibier wartet, darf schon mal eine Träne der Rührung kullern“, rechtfertigte der Viertelmarathonsieger von 2013 das Glänzen in seinen Augen.

Klinglers Bruder, den viele vermutlich von den Titelseiten diverser Fitness-Magazine kennen, startete übrigens zum ersten Mal – wenn auch nicht ganz freiwillig – in Linz und konnte seinen muskelbepackten 95 Kilogramm-Leib in starken 49 Minuten über die 10,5 Kilometer lange Viertelmarathon-Strecke schleppen. Ohne richtiges Lauftraining eine durchaus beachtliche Leistung. Für seinen Bruder Benjamin, den er liebevoll Lauchgestalt nennt, hatte er später folgende Worte parat: „Melde mich noch ein einziges Mal ohne mein Wissen zu einem Lauf an und es kracht“. Der Haussegen wurde mit ein paar Bieren im Anschluss wieder geradegerückt.

Für das sportliche Highlight sorgte an diesem wohl temperierten Morgen allerdings Stefan Füreder, der seine Halbmarathonbestzeit auf 1:16:xx drücken wollte. Der Dauerbrenner riskierte von Anfang an Kopf und Kragen und krönte seinen Husarenritt mit einer sehr starken 1:16:29. Damit katapultierte sich Füreder, dem in Sachen Styling wieder einmal keiner das Wasser reichen konnte, in seiner Klasse auf den Bronzerang und konnte als gesamt 15er die Ziellinie überqueren. Wenn auch mit der Leistung durchaus zufrieden, fokussierte sich der Familienvater nach Zielschluss sofort wieder auf die nächsten Aufgaben. Man darf gespannt sein, an welcher Startlinie er demnächst mit den Hufen scharren wird.

Ebenfalls mit großen Erwartungen starteten die Gebrüder Killinger in das Abenteuer Linz Marathon. Andreas, der übrigens der einzige Sportcube-Athlet ist, der nicht auf die Laufschuhe der Marke Saucony vertraut, versuchte die mythische Marke von 3:30h zu unterbieten und hoffte auf den ersten 21 Kilometern auf die Unterstützung seines Bruders Roland, dem grundsätzlich der Trail ja lieber ist. Roli wollte ohne Ambitionen und nach einem äußerst intensiven Trainingslager auf Istrien nach dem Halbmarathon die Segel streichen. Doch wie heißt es so schön: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. In diesem Fall musste Andreas nach 15 Kilometern mit Motivationsproblemen aus dem Rennen gehen, während Roli Killinger seinen ersten Straßenmarathon in sensationellen 3:24:25 finishte. Trotz überragender Leistung tönte der euphorische Killinger im Ziel: „Mein erster und letzter Straßenmarathon. Trail ist mir lieber“. Ob nur heiße Luft, oder beinhartes Statement, wird sich weisen.

Zusammenfassend bleibt nicht viel zu sagen. Außer vielleicht, dass der Linz Marathon wie jedes Jahr ein Volksfest der Extraklasse war. Strahlende Gesichter, makelloses Wetter und grandiose Leistungen. Wir gratulieren den Veranstaltern, den Gewinnern sowie allen Finishern zu ihren vollbrachten Taten. Linz, Team Sportcube freut sich auf ein Wiedersehen 2018.

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